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Melancolia - A show against the indifference of the universe
Premiere 18.08.2022 20:00 Bregenzer Festspiele
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how to feel human?|

Virtual Body

Die ortsspezifische Arbeit für den Virtual Q18 greift den Menschen als steuerbaren Avatar im digitalen Ausstellungsraum des Quartiers auf. Zu Beginn kann der Besucher den scheinbar anonymen Avatar mit dem Blick durch ein digital simuliertes Smartphone navigieren, sodass er gleichzeitig die Rolle des Beobachters sowie des Beobachteten einnimmt. In vier verschiedenen Szenen erforscht das Spiel das Verhältnis zwischen dem Spieler und seiner virtuellen Repräsentation und stellt sie in einen Dialog. Dabei wird die Sicht der Webcam auf den User in seinem privaten Raum als Material und somit auch als Gegenstand der Ausstellung verwendet. Am Ende werden die Wände des Raumes transparent. Die Illusion der Dreidimensionalität bricht auf. Das Webcambild des Spielers nimmt jetzt den größten Teil des Bildes ein und der Betrachter ist mit dem Avatar allein.

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The site-specific work understands the body as a controllable avatar in the virtual exhibition space Q18. On entering the game the visitor is able to navigate the seemingly anonymous avatar through the view of a digitally simulated smartphone. He/she takes the role of the watcher and the watched at the same time. In four different scenes the work explores the relationship between the player and its virtual representation and brings them into dialog. The webcam's view onto the player and his private room gets used as a material and becomes part of the exhibition. At the end all walls become transparent. The illusion of three dimensional space breaks. The webcam image takes up most of the screen space and now the visitor is alone with the avatar.

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#veryinstagrammable

Was willst du erleben?

Was willst du erleben? Diese Frage stellt die Arbeit #veryinstagrammable den Besuchern der jährlichen Ausstellung Rundgang der Kunstakademie Münster. Durch einen Tap auf den Bildschirm laufen eine Reihe von Antworten über dem Kopf des Besuchers ab und es wird zufällig eine ausgewählt. Antworten wie “Take Epic Selfies” und “MAXIMUM FUN FUN” sind zu sehen. Die Überschriften wurden teilweise vom neuronalen Netzwerk “Talk To Transformer” geschrieben. Insgesamt gab es vier speziell für den Rundgang entwickelte Facefilter, von denen aber nur drei bei Instagram akzeptiert und veröffentlicht wurden. Die Arbeit bestand aus einer Säule mit Fototapete auf der eine Fülle von Selfies mit den verschiedenen Filtern und entsprechende QR Codes die zu den Filtern verlinkten zu sehen waren. Darauf war ein Ipad befestigt an den die Besucher zwei der Filter, miteinander kombiniert ausprobieren konnten, aber kein Foto machen konnten.

Was willst du erleben?
Nasenhaar
Smiley

What do you want to experience?

What do you want to experience? Visitors to the yearly exhibition “Rundgang” of the Kunstakademie Münster were asked this question. With a tap on the screen a series of answers were displayed on top of the visitors’ head and after a few seconds one was randomly selected. You could see answers like “Take Epic Selfies” and “MAXIMUM FUN FUN”. These headlines were partly written by the neural network “Talk To Transformer” . There were four face filters in total made for the Rundgang and only three were published and approved on Instagram. The work was a pillar covered with a selfie overloaded photo wallpaper. Thereon was an iPad on which visitors could try out the combined filters but weren’t able to take a photo.

What do you want to experience?
Nosehair
Smiley

Foto: Masako Kato
Installationsansicht 2020

Egoshooter


Dieser Egoshooter funktioniert etwas anders als gewohnt. Statt mit Kugeln schießt man hier mit Herzen (= Likes). Der Besucher befindet sich in einer plastik Szenerie in der Elemente die an Produktion und Fabriken erinnern und mehr und mehr Smileys produzieren. Das interaktive Kunstwerk thematisiert den Überfluss und Absurdität unseres westlichen Lebensstils. Der Spieler befindet sich ein einer Situation voller Symbole und Popkultur Referenzen, gefangen im Kreislauf aus Produktion, Konsum und der Jagd nach Likes als Anerkennung. Mehr und mehr Smileys werden produziert..Im zweiten Teil bricht die Illusion und die Kulisse. Der Blick richtet sich auf das Ego. Einige Objekte werden „transparent“ und hindurch scheint der Blick durch die Webcam auf den Betrachter. Er sieht sich selbst im Spiel. Der „Ego“ Shooter bekommt eine neue Bedeutung, da das eigene Gesicht Teil der Landschaft und zum Zielobjekt wird. Die Situation, die aus dem Spieler vor dem Bildschirm und dem Bild im Bildschirm besteht wird zusammengefügt und vermischt sich. Es scheint paradox, dass die gezeigten Handlungen derselben Situation entspringen. Wie verändert sich durch diesen Bruch die Wahrnehmung?

Egoshooter


This Egoshooter works a little differently. Instead of bullets you fire with hearts or one might say “likes”. It takes place in a plastic scenery with factory-like elements which seem to produce more and more smileys. This interactive artwork shows the abundance, ignorance, and absurdity of today's western lifestyle. Painting a situation with symbols and pop culture references. We live in this constant circle of producing, consuming and chasing likes for approval. Evermore producing smileys.

Lachdusche



Die Lachdusche ist eine Übung aus dem Lachyoga, bei der eine oder mehrere Personen in der Mitte eines Raumes stehen und von den anderen Teilnehmer*innen umringt werden. Die Personen außen erteilen dann die „Lachdusche“, indem sie ihre Arme heben und lachend zur Mitte laufen. Die virtuelle Lachdusche wurd mit einer 360° Kamera gefilmt, welche die in der Mitte stehenden Person ersetzt. Dieser 360° Film wird dann mit einer VR-Brille abgespielt, sodass der Besucher das Gefühl bekommt in der Mitte der lachenden Personen zu stehen und selbst die Lachdusche zu erhalten. Durch Augenkontakt kann ein anfangs gespieltes Lachen zu einem echten Lachen werden. Die virtuelle Lachdusche ist ein Experiment, inwieweit sich dieses zwischenmenschliche Anstecken von Emotionen im virtuellen Raum nachahmen lässt, und ob der Augenkontakt und das intensive Lachen der Personen die Stimmung ins unheimliche kippt.

Laughter shower


Laughter shower is a practice in laughing yoga. One or more persons stand in the middle of the room and the other participants surround them. The persons outside give the laughter-shower. They lift their arms and walk to the middle of the room while laughing. Virtual laughter-shower was filmed with a 360 camera, which replaced the person standing in the middle. The 360 film can be viewed with VR Glasses, so the visitor can have the impression of receiving a laughter-shower. In laughing yoga eye contact is a key element, as the laughter can be conveyed and the fake laughter becomes real laughter. Virtual Laughter-shower is an experiment to what extent the interpersonal connection can be imitated in the virtual space and if the eye contact and intense laughter can cause discomfort.
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Sie treiben Sport, ihre Körper sind perfekt, braungebrannt, muskulös und mit zwei extra Knien präsentieren sie sich stolz. Das ist die 4knee_society.

Die Arbeit 4knee_societey ist ein fiktiver Sportclub, der sich auf Menschen mit vier Knie Anatomie spezialisiert. Dieser Club besteht seit 2017 größtenteils im Internet auf sozialen Plattformen. Auf dem Profil der 4knee_society sieht man Sportübungen, die unnachahmbar sind und Figuren die einem mit perfekten, glatten, und braun gebrannten Körpern durch den Display zuzwinkern. Sie sind in jeglicher Hinsicht optimiert, elitär und unerreichbar. Verpackt in einem Branding, was an ein hippes Start-Up erinnert,versucht die society neue Follower und Fans zu akquirieren. Es spielt der ständige Drang nach Verbesserung der eigenen Spezies mit ein. Wie weit kann man gehen? Was ist denkbar und was ist möglich?

Das Projekt kann gesellschaftspolitisch weitergedacht werden im Sinne einer Klassengesellschaft und den daraus resultierenden soziologischen Auswirkungen. Eine posthumanistische Dystopie, in der sich die Superreichen einer Genmanipulation unterziehen um zum Mensch 2.0 zu werden, eine evolutionäre Weiterentwicklung, wobei “survival of the fittest” eher als “survival of the richest” verstanden wird.
They exercise, their bodies are perfect, tan, muscular and with two extra knees they present themselves proudly. That's the 4knee_society.

4knee_society is a fictional elite sports club, which is customized to the absurd 4 knee anatomy. This club has existed since 2017 mostly on the internet on social media platforms. On its profile you find special routines and exercises that we cannot imitate because we don't have the extra knees. It is an unreachable ideal. With a branding that looks like a hipster Sart-Up, the society tries to get fans and followers. The topic is the constant human drive towards self-improvement. How far can we go? What is thinkable and what is possible?



Installationsansicht 2018

Thinking Person
Thinking Person
Thinking Person


Stille Interviews


Durch die gläsernen Wände des Wewerka Pavillions schauen überlebensgroß projizierte Gesichter auf die Spazierenden am Aasee hinab und reflektieren dabei tonlos verschiedenste Emotionen. Die Videoarbeit ist eine Kooperation mit Leonie Hafen und zeigt Menschen, die an einem Interview teilgenommen haben, für das die beiden Künstlerinnen bewusst eine trockene, kahle und kühle Umgebung geschaffen haben, um das veränderte Agieren und Repräsentieren der eigenen Person vor der Kamera zu verstärken. Dabei setzt das Werk einen Fokus auf die Momente, die in einem herkömmlich geschnittenen Interview wegfallen würden. Durch den Verzicht auf Ton fallen sämtliche inhaltliche Informationen der Kommunikation weg. Die körperlichen und emotionalen Reaktion der interviewten Proband*innen treten in den Vordergrund. Vor allem Unsicherheit und Scheue stehen im Vordergrund; Momente nachdenklicher Blicke und nervösen Lachens werden sichtbar. Mit seinen gläsernen Wänden greift der Wewerka Pavillon diesen Kerngedanken nochmals auf. Projekt und Ausstellungsraum verbinden sich auf bedeutungsvolle Art und Weise. Auch architektonisch passt sich das Leinwandkonstrukt an den Baukörper am Aasee an und verschmilzt mit diesem zu einer geschlossenen Einheit. Schon von weitem strahlen elf interviewte Personen auf einer ungefähr drei Meter mal einsechzig großen Leinwand in die Finsternis. Aus bestimmten Blickwinkeln ergibt sich eine Endlosreflektion der Gesichter in der winterlichen Dunkelheit. So schafft „Stille Interviews“ einen irritierenden Ort, von dem verschiedenste Emotionen auf die Vorbeiziehenden einwirken können. Wie die stumm projizierten und teils ambivalent interpretierbaren Reaktionen der Interviewten letztendlich übersetzt werden oder sich auf die Betrachter*innen übertragen, wird die subjektive Empfindung eines jeden Einzelnen zeigen.

Text in Kooperation mit Anne Knatz

Artikel in den Westfälichen Nachrichten zur Ausstellung



Silent Interviews


Oversized projected figures that silently reflect different emotions gaze through the glassy walls of the wewerka pavillon onto the people walking by the lake. The video installation is a cooperation with Leonie Hafen and shows people who participated in an interview. The artists deliberately created a cool, clean and sterile atmosphere to intensify the altered behavior and self-representation in front of the camera. The work is focused on the moments that would be cut out in a conventional interview. The video concentrated on the bodily and emotional reactions to our questions. The sound is outed and all linguistic elements cut out.

Article in the westphalian newspaper about the exhibition

Fotos: Katja Illner
Installationsansichten 2017

Photos: Katja Illner
Installation shot 2017

Gegenwart ohne Archiv

Die Bedeutung des Archivs für die Gegenwart
Archiv bedeutet Erinnerung, Aufzeichnen, Lernen und Verstehen. Ohne Archiv würde die Gegenwart aus Formen und Farben bestehen, die wir nicht einordnen oder werten könnten oder wollten. Es ist ein Aufnehmen der Realität wie wir sie gerade in diesem Moment wahrnehmen.

Das Prinzip der Meditation

Bei der Meditation ist man in sich gekehrt und nimmt Empfindungen im Körper wahr. Starke oder schwache Empfindungen, angenehme oder unangenehme – ohne sie zu bewerten. Sie werden einfach nur registriert und nicht eingeordnet. Jeder Kontakt zur Außenwelt löst in uns Empfindungen aus, die wir manchmal auch gar nicht bemerken. Wenn mich jemand beleidigt, habe ich ein Unwohlsein in mir, wenn mich jemand lobt habe ich eine positive Empfindung. Durch die Meditation lernen wir bei allen Empfindungen gleichmütig zu bleiben, sowohl bei den angenehmen als auch bei den unangenehmen. Unser Archiv an Verknüpfungen wird aufgearbeitet. Ein Museum kann auch ein Ort der Meditation sein. Wir sehen Dinge, die wir nicht direkt einordnen können. Objekte, für die wir keinen Begriff haben und bei denen wir nicht direkt einen Nutzen erkennen. Wir nehmen Farben und Formen wahr, für die wir noch keinen Eintrag in unserem Archiv besitzen. Wenn wir diese nicht sofort mit unserem Archiv abgleichen und bewerten, können wir neue Verknüpfungen schaffen. Hier entstand die Möglichkeit im Museum zu meditieren. Jeder war eingeladen Gedankenstille zu genießen.

Artikel von Monopol zur Ausstellung "Akademie Arbeitstitel"

Present without arcive

An archive means memory, registration, learning and understanding. Without an archive the present would exist as forms and colors, which we could not and would not classify. It is the sensation of reality as we experience it in the present moment.

The principle of meditation

In meditation practice one is introverted and perceives different sensations in one’s body. Weak, strong, pleasant or unpleasant sensations – without judging them. Sensations will just be registered and not classified. Every contact with the outside world triggers some kind of sensation in our bodies, even if we cannot consciously feel them. If someone insults me I'm in discomfort and if someone praises me I will have a pleasant sensation. Through meditation one can learn to keep an even-tempered state of mind, in every situation. Our archive of linkages can be restructured. A museum can be a place of mediation as we see things that we cannot immediately classify. We encounter objects for which we have no name and for which we cannot directly see a purpose. We register colors and forms for which we have no entry in our archive. We have the chance to create new links. Here, everybody had the chance to meditate in the museum and enjoy inner silence.

Article about the exhibition "Akademie Arbeitstitel" by Monobpol